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Eine Wohnungskatze kann 15 – 20 Jahre alt werden. Dichtes, glänzendes Fell, das mehrmals täglich sorgfältig mit der Zunge bearbeitet wird, blanke Augen, guten Appetit und lebhaftes Interesse an allem, was sich rund um sie tut, all das zeichnet eine gesunde Katze aus. Katzenbesitzer können viel für die Gesundheit ihres Tieres tun. Dazu gehört vor allem die liebevolle Zuwendung. Aber auch eine artgerechte Haltung, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Pflege, Vorsorgemaßnahmen wie Schutzimpfungen und Wurmkuren sind Grundvoraussetzungen für die Gesunderhaltung der Katze. 6. Sexualität der Katze und des Katers 7. Felines Urologisches Syndrom 8.1. Kot- und Harnabsatz an unerwünschten Stellen 11. Gesundheitsparameter und Impfplan
1.1. Ursache und Übertragung Es gibt verschiedene Arten von Würmern, die die Katze befallen können: Spul-, Haken- und Bandwürmer. Die erwachsenen Spul- und Hakenwürmer leben im Darm und geben Eier ab, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Eier sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Aus den Eiern der Spul- und Hakenwürmer entwickeln sich Larven, die zum Beispiel durch die Aufnahme verunreinigten Futters aufgenommen werden können. Bei Bandwürmern sind auch rohes Fleisch, kleine erbeutete Nagetiere oder Flöhe wichtige Ansteckungsquellen. Nach dem versehentlichen Verschlucken von Spulwurmeiern durch den Menschen können sich im menschlichen Körper „wandernde Larven“ entwickeln. Auch einige Bandwürmer der Katze einschließlich des Fuchsbandwurmes, den die Katze auch beherbergen kann, können zum Beispiel sehr gefährliche Organschäden beim Menschen hervorrufen. 1.2. Krankheitszeichen Bei starkem Befall können die wie Spagettinudeln aussehenden Spulwürmer auch im Kot sichtbar sein oder erbrochen werden. Die ebenfalls im Darm lebenden erwachsenen Bandwürmer geben – je nach Art – entweder auch Eier oder ganze Glieder ab, die sich anfangs noch bewegen, später eintrocknen und dann wie Reiskörner aussehen. 1.3. Vorbeugung und Behandlung Tipps um Katze und Menschen vor Wurmerkrankungen zu schützen:
2.1. Ursache und Übertragung Die weiblichen Flöhe legen die Floheier ins Fell der Katze ab, die dann überwiegend zu Boden fallen und zwar dort, wo das Tier ruht: auf den Liegeplatz oder das Schlafkörbchen. Aus dem Flohei entsteht die Flohlarve. Daraus entwickelt sich die Flohpuppe, aus der schließlich der erwachsene Floh schlüpft. Nur die erwachsenen Flöhe saugen Blut. Die Flohlarven ernähren sich vorwiegend von zu Boden gefallenem Flohkot. 2.2. Krankheitsanzeichen Die Flohstiche führen zu Hautentzündungen im Bereich der Stichstelle. Häufig entwickeln Katzen gegen den Flohspeichel eine Allergie. Vorwiegend auf dem Rücken entsteht dann eine mit starkem Juckreiz verbundene Hautentzündung mit Krusten und Schuppen. 2.3. Vorbeugung und Behandlung Folgende Maßnahmen können zur Beseitigung des Flohproblems durchgeführt werden: Die Flohbehandlung an der Katze selbst erfolgt am besten durch Flohpuder, durch Insektizidtropfen, die auf der Haut zu träufeln sind oder durch Flohhalsbänder. Daneben sollen auch die „heranwachsenden Flöhe“ aus der Umgebung der Katze entfernt werden. Dafür eignet sich häufiges Wischen der Böden und Fußleisten, Waschen der der Tücher, Decken und Kissen, auf denen die Katze gerne verweilt und gründliches Staubsaugen der Teppiche, Holzdielenfußböden und Polstermöbel. Tipp: Vor dem Saugen kann eine Mottenkugel oder der Rest eines gekürzten Flohhalsbandes in den Staubbeutel gelegt werden. Bei starkem Befall kann ein Insektizid die Flohbekämpfung in der Wohnung unterstützen. Ein tierärztliches verordnetes Spray wird dann im Bereich des Liegeplatzes der Katze auf die nicht abwaschbaren Oberflächen (z.B. Teppiche und Polster) bis in die Ecken und Ritzen versprüht. Achten Sie darauf, dass Kinder nach Möglichkeit keinen Zugang zu den behandelten Flächen haben. Katzen, die ein Flohhalsband tragen oder kürzlich mit einem Flohpuder oder –spray behandelt wurden, sollten nicht von kleinen Kindern gestreichelt werden.
3.1. Ursache und Übertragung Verursacher sind Hautpilze der Gattung: Microsporum und Trichophyton. Microsporum canis ist mit großem Abstand der häufigste Erreger einer Hautpilzerkrankung bei der Katze. Die Übertragung erfolgt vorwiegend direkt von Katze zu Katze. Die überall in der Wohnung verteilten Pilzsporen sind sehr widerstandsfähig und bleiben in der Umwelt lange Zeit ansteckungsfähig. Deshalb kann die Pilzerkrankung auch durch die Hände, durch Kleider und Schuhe des Menschen, durch Transportkäfige, Bürsten und andere Gegenstände übertragen werden. Besondere Gefahren gehen von der Zusammenkunft vieler Katzen aus verschiedenen Haushalten in Tierhandlungen, Katzenpensionen, Tierheimen und selbst beim Tierarzt sowie auf Katzenausstellungen aus. 3.2. Krankheitsanzeichen Von der Zeit der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Haut- und Haarveränderungen verstreichen mindestens 1 bis 2 Wochen. Oft entstehen runde oder ovale, teilweise zusammenfließende haarlose Bezirke. Die Haut ist an diesen Stellen häufig verdickt und am Rand ist eine wallartige Erhöhung erkennbar. Die Haare brechen oft wenige Millimeter über die Hautoberfläche ab. Manchmal sind Schuppen und Krusten vorhanden. Der Juckreiz fehlt am Anfang meistens, kann aber später bei Verschlimmerung der Entzündungen auftreten. Bei einigen Katzen sind die Befunde nicht so auffällig, sie haben nur ein stumpfes Fell mit teilweise vermehrter Schuppenbildung. Manche Katzen sind ganz ohne sichtbare Haut- und Haarveränderungen mit Pilzen besiedelt. Sie haben für die Übertragung eine besondere Bedeutung. 3.3. Vorbeugung und Behandlung Weil z.B. Milbenbefall ganz ähnliche Symptome hervorrufen kann, stellen die Tierärzte die Diagnose nicht nur aufgrund der bloßen Krankheitsanzeichen. Häufig sind Zusatzuntersuchungen, wie z.B. die Betrachtung mit einer UV-, Lichtlampe erforderlich. Sicherheit kann ein so genanntes Hautgeschabsel bringen, bei dem mit einer Klinge Hautschuppen, Haar und Krusten abgenommen werde. Diese Probe wird dann für die mikroskopische Beurteilung und zur Anzüchtung der Pilze auf einem speziellen Nährmedium verwendet. Leider dauert es manchmal einige Wochen bis das endgültige Laborergebnis vorliegt. Bei hochgradigem Pilzbefall müssen langhaarige Katzen geschoren und mehrere Wochen mit Tabletten und mit pilztötenden Lösungen behandelt werden. In der Wohnung müssen wenigstens alle Bereiche in und um die Lieblingsplätze der Katze sowie alle Spiel- und Pflegegerätschaften mehrmals gereinigt und desinfiziert werden. Alle tierärztlichen Anweisungen sollten gewissenhaft durchgeführt werden! Es handelt sich um eine hoch ansteckende Krankheit, die auch auf den Menschen übertragbar ist!
4.1. Ursache und Übertragung Die Katze spielt eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Toxoplasmose. Der einzellige Parasit mit dem Namen: Toxoplasma gondii befällt im Organismus der Katze zum einen Teil die Darmschleimhaut und zum anderen bildet er kleine Bläschen in den Organen. Die mikroskopisch kleinen Parasiten scheiden über den Kot der Katze eiförmige Gebilde, die Oozysten, aus. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Besonders im Kot junger Katzen, die gegen den Parasiten noch nicht immun sind, können die Parasiten millionenfach enthalten sein. Katzen können sich durch die Aufnahme solcher Oozysten anstecken (durch den Verzehr von Beutetieren, die den Parasiten als Zwischenwirt beherbergen, wie z.B. Mäuse oder Vögel oder durch den Verzehr von rohem Fleisch). 4.2. Krankheitsanzeichen Katzen erkranken nur sehr selten wirklich ernsthaft an der Toxoplasmose. Manchmal tritt nur ein leichter Durchfall auf. Durch Kotuntersuchungen können die mit dem Stuhl ausgeschiedenen Oozysten erkannt werden. Eine akute Erkrankung kann auch durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Die Behandlung erkrankter oder nur Oozysten ausscheidender Tiere ist möglich. 4.3. Vorbeugung und Behandlung Um eine Ansteckung der in der Wohnung gehaltenen Katze zu verhindern, sollte kein rohes Fleisch gefüttert werden. Katzentoiletten sind täglich zu reinigen. 4.4 Die Bedeutung der Toxoplasmose für den Menschen Der Mensch steckt sich in erster Linie durch den Genuss von rohem Schweine- und Schaffleisch an, aber auch durch die Aufnahme von dem mit dem Katzenkot ausgeschiedenen, nicht sichtbaren Oozysten, die sich besonders im Katzenklo, aber auch an der Katze selbst sowie in der Wohnung verstreut befinden können. Die Infektion verläuft häufig ohne Krankheitsanzeichen oder nur mit milden Symthomen. Ernsthaft können abwehrgeschwächte Menschen erkranken. Eine besondere Gefahr besteht in der Infektion des ungeborenen Kindes, wenn die werdende Mutter bisher noch nie Kontakt mit dem Krankheitserreger hatte und deswegen nicht immun ist. Eine Frau mit Kinderwunsch sollte sich deshalb bei ihrem Gynäkologen testen lassen, ob sie ausreichend gegen diese Erkrankung geschützt ist. Wenn durch die Blutuntersuchung gezeigt wird, dass zu wenige Antikörper vorhanden sind, sollte zunächst von der Anschaffung einer Katze Abstand genommen werden. Zur Verhütung einer Toxoplasmose-Infektion des Menschen werden folgende Vorbeugungsmaßnahmen empfohlen:
4.5. Wichtiger Hinweis Aus Besorgnis um die Gesundheit eines ungeborenen Kindes werden Katzen häufig aus dem Lebensbereich schwangerer Frauen verbannt. Der Kontakt zum Tier selbst stellt jedoch keine Infektionsgefahr dar, da die Erreger ausschließlich mit dem Kot ausgeschieden werden. Katzen, die zeitlebens ausschließlich im Haus gehalten wurden und nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden, sind in aller Regel Toxoplasmose-frei. Sicheren Aufschluss darüber gibt die Blutuntersuchung beim Tierarzt. Werden diese allgemeinen Hygieneregeln beachtet, besteht kein Grund, aus Angst vor einer Toxoplasmose-Infektion während der Schwangerschaft Katzen zu meiden!
5.1. Erkrankung durch das Feline Immunschwäche Virus “ FIV “
Das Feline - Immunschwäche Virus (FIV) ist verwandt mit dem AIDS – Virus (HIV) des Menschen. Eine mit dem FIV infizierte Katze stellt jedoch keine Gefahr für den Menschen dar! Die Übertragung von Katze zu Katze findet in erster Linie über Bisse statt. Wenn eine weibliche Katze während der Trächtigkeit angesteckt wird, kann es auch zu einer Übertragung auf die Jungtiere über die Plazenta während der Schwangerschaft oder über die Milch während der Stillzeit kommen. Die Übertragung durch den Deckakt ist wahrscheinlich aber noch nicht abschließend geklärt. Katzen sind am meisten gefährdet, die mit vielen anderen Katzen zusammen verkehren und häufig in Kämpfe verwickelt sind. Daher kommt die FIV – Infektion bei Katzen mit freiem Auslauf besonders häufig vor. Nach der Ansteckung vergehen oft viele Jahre bis die Erkrankung ausbricht. 5.1.2. Krankheitsanzeichen Im Körper der Katze befällt das Virus das Lymphsystem und schwächt die Immunabwehr. Die Krankheitsanzeichen stehen häufig mit Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen sowie bakteriellen Infektionen von Haut, Harnblase und Atmungsapparat in Verbindung. Erkrankte Tiere haben häufig Durchfall oder leiden an zentralnervösen Störungen. Schließlich kann das erworbene Immunschwäche – Syndrom mit tumorösen Lymphknotenveränderungen und Nierenversagen einhergehen. Die Symptome können so vielseitig sein, dass eine Klärung der Krankheitsursache nur über einen Bluttest mit Nachweis spezifischer Antikörper gegen das FIV gelingt, die bereits einige Wochen nach der Infektion vorhanden sind. 5.1.3. Vorbeugung und Behandlung Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit, durch eine gezielte Therapie das FIV aus dem Körper der Katze zu eliminieren. Die Behandlung beschränkt sich auf die Symptome und auf die Stärkung der Abwehrkraft. Die bei AIDS – kranken Menschen eingesetzten chemotherapeutischen Verfahren befinden sich für Katzen noch in Erprobung. Mit großer Sicherheit kann eine Infektion nur dann verhindert werden, wenn eine Katze ausschließlich mit FIV – negativ getesteten Tieren zusammen lebt. Bei freilaufenden Katzen kann eine Ansteckung nicht verhindert werden. Aber man kann das Risiko durch Kastration und nächtlichen Ausgangsverbot reduzieren. Zurzeit gibt es noch keinen Impfstoff gegen das FIV
5.2.1. Ursache und Übertragung Die durch das Feline Leukämie – Virus (FELV) verursachte Leukose oder Leukämie ist die häufigste schwerwiegende Infektionskrankheit der Katze. Glücklicherweise gibt es bis heute keinen Hinweis dafür, dass dieser Krankheitserreger auch dem Menschen gefährlich werden könnte. Eine infizierte Katze, sie muss noch nicht sichtbar erkrankt sein, scheidet das Virus unter anderem in großen Mengen über dem Speichel aus. Die Ansteckung gesunder Katzen erfolgt meist direkt von Tier zu Tier durch gegenseitiges Beschnüffeln und Belecken. Der Erreger kann aber auch indirekt, z.B. bei der Benutzung derselben Eß- und Trinknäpfe übertragen werden. Die Infektion ist sogar von der Mutterkatze auf das ungeborene oder neugeborene Kätzchen möglich. Nach der Ansteckung können Monate bis Jahre vergehen, bis die Krankheit ausbricht. 5.2.2. Krankheitsanzeichen Die Krankheitsanzeichen sind derart vielgestaltig, dass sie hier nicht alle genannt werden können. Erkrankte Katzen werden mit der Zeit immer schwächer, magern ab, leiden oft an einer Veränderung ihres Blutes und bei einigen entwickeln sich auch durch das Virus verursachte böseartige Tumore. 5.2.3. Vorbeugung und Behandlung Die Behandlung gegen die Ursache der Erkrankung, gegen das Virus, ist nicht möglich. Wenn der Krankheitsprozess noch nicht weit fortgeschritten ist und die Katze offensichtlich noch nicht daran leidet, können die Symptome kuriert und die Abwehrkraft der Katze gestärkt werden. Die Katze muss sofort von anderen Katzen getrennt werden, um eine weiter Verbreitung zu verhindern. Das gilt natürlich für alle infizierten Katzen. Dabei muss daran gedacht werden, dass Katzen, die bereits infiziert aber noch nicht erkrankt zu sein brauchen, das Virus trotzdem schon übertragen können. Da es keine sinnvollen Therapieverfahren gibt, muss auf die Vorbeugung besonderen Wert gelegt werden. Zunächst müssen die Katzen erkannt werden, die das Virus weiter verbreiten können. Alle Mitglieder einer Katzengesellschaft sollten daher getestet werden. Mit dem Test, der das Virus im Blut nachweist, können die meisten infizierten Tiere erkannt werden. Wer ganz sicher sein möchte, lässt seine Katzen zweimal im Abstand von drei Monaten testen. Natürlich darf in dieser Zeit kein Kontakt zu anderen Katzen bestehen. Außerdem sollte jede neue aufgenommene Katze getestet werden. Bei sehr großen Katzenbeständen gibt auch der nicht ganz so genauere Speicheltest gute Hinweise. Diese Vorsichtsmaßnahmen können allerdings nur bei Katzen ohne freien Auslauf voll wirksam sein. Eine weitere Möglichkeit vorzubeugen, ist die Impfung. Inzwischen gibt es gut verträgliche Impfstoffe, die einen guten, wenn auch nicht 100%-igen Schutz vor der Infektion bieten. Vor der Impfung sollte, durch einen Bluttest, sichergestellt sein, dass die Katze nicht bereits infiziert ist. Auf die vorherige Blutuntersuchung kann bei Jungkätzchen mit einer nachweislich nicht infizierten Mutter verzichtet werden. Im Sinne einer effektiven Prophylaxe ist zu fordern, dass möglichst viele Katzen getestet und geimpft werden.
5.3.1. Ursache und Übertragung Der ansteckende Katzenschnupfen wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitserreger übertragen. Dazu gehören: Calici-, Herpes-, und andere Viren sowie Chlamydien, Mykoplasmen und verschiedene Bakterien. Die infizierten Katzen scheiden die Erreger häufig, in großer Zahl, über Nasen- und Augensekret sowie über den Speichel aus. Gesunde Katzen werden über den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier, beim Beschnuppern und gegenseitigen Belecken oder durch Niesen versprühte Tröpfchen angesteckt. Die Infektion kann aber auch durch gemeinsam benutzte Gegenstände, wie Eß- und Trinknäpfe erfolgen 5.3.2. Krankheitsanzeichen Nach einer Ansteckung kann es innerhalb von 1 bis 5 Tagen zum Krankheitsausbruch kommen. Die Katzen sind träge und matt. Nase und Ohren fühlen sich, durch das Fieber, meist wärmer an als sonst und die Tiere müssen häufig niesen. Sie haben außerdem keinen Appetit, da sie geschwächt sind und durch die Nasenentzündung den Geruch der Mahlzeit schlecht wahrnehmen können. Die Lymphknoten im Bereich des Kopfes und die Mandeln können anschwellen. Die Entzündung der Mundschleimhaut in Verbindung mit Schluckbeschwerden bewirkt manchmal, dass Speichel, in großer Menge, aus dem Mund läuft. Mit der Zeit kann der Augen- und Nasenfluss durch die Beteiligung von Bakterien eitrig-trüb werden. Die Sekrete werden so zäh, dass die geschwächte Katze sie nicht mehr selbst, durch Putzen beseitigen kann. Durch den Krankheitsstress können Haare vermehrt ausfallen und das dritte Augenlid (die so genannte Nickhaut), das Auge teilweise abdecken. Je nach Abwehrkraft der Katze, Umweltbedingungen und Art des Erregers können schwerwiegende Komplikationen, wie Lungenentzündung oder Geschwüre der Mundschleimhaut und der Hornhaut (Kornea) des Auges auftreten. Besonders betroffen sind junge und abwehrgeschwächte Katzen. In einer Katzengemeinschaft können in kürzester Zeit alle Tiere erkranken. 5.3.3. Vorbeugung und Behandlung Bereits bei den ersten Krankheitsanzeichen sollte eine tierärztliche Untersuchung stattfinden. Neben der verordneten Behandlung muss auf das Raumklima geachtet werden. Es darf nicht zu kalt und die Raumluft nicht zu trocken sein. Die Sekretreste an Augen, Nase und Mund sollten regelmäßig, vorsichtig mit körperwarmem Wasser abgewaschen werden. Gegen die wichtigsten, den ansteckenden Schnupfen auslösenden Viren (Calici- und Herpesvirus) sowie gegen Chlamydien kann vorbeugend geipmpft werden.. Die Impfung ist nicht gegen alle Erreger wirksam, aber gegen die Wichtigsten und am häufigsten Vorkommenden.
5.4. Parvovirose der Katze (Panleukopenie) 5.4.1. Ursache und Übertragung Die durch ein Parvovirus hervorgerufene Erkrankung wird auch als Katzenseuche oder Panleukopenie bezeichnet. Besonders schwer erkranken junge Katzen aber auch ältere Tiere mit geschwächtem Immunsystem. Bei kranken Katzen ist das Virus in allen Körperausscheidungen. Der Erreger ist in der Umwelt sehr lange lebensfähig. Deshalb ist eine Übertragung nicht nur durch den Kontakt von Katze zu Katze, sondern auch indirekt über gemeinsam benutzte Eß- und Trinknäpfe und über andere Einrichtungsgegenstände möglich. Auch der Mensch kann das Virus an Kleidern oder an Schuhen von draußen herein tragen und auch schließlich in der Wohnung lebende Katzen anstecken. Das Virus wird über den Mund aufgenommen und befällt dann verschiedene Organe. Besonders schwer wird die Schleimhaut des Darms zerstört. 5.4.2. Krankheitsanzeichen Etwa 4 – 6 Tage nach der Ansteckung kann die Katze krank werden. Sie bekommt hohes Fieber, ist sehr geschwächt, hat keinen Appetit und muss häufig erbrechen. Ein bis zwei Tage später kommt schwerer, anfangs wässriger und darauf häufig blutiger Durchfall hinzu. Durch den starken Flüssigkeitsverlust trocknen die Katzen sehr schnell aus, werden teilnahmslos, ihre Augen fallen ein und das 3. Augenlid (Nickhaut) bedeckt als Folge davon den Nasen zugewandten Teil des Augapfels. Die Erkrankung kann innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen. 5.4.3. Vorbeugung und Behandlung Eine rechtzeitige durchgeführte, intensive tierärztliche Behandlung kann in manchen Fällen das Leben der Katze retten. Die regelmäßige Schutzimpfung gegen die Parvovirose der Katze ist unbedingt zu empfehlen.
5.5. Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
5.5.1. Ursache und Übertragung Die FIP ist eine weitere häufige Infektionskrankheit der Katze, die durch ein Virus, in diesem Fall ein Coronavirus, hervorgerufen wird. Am häufigsten wird der Erreger sicherlich direkt von Katze zu Katze übertragen. Die Krankheit kann auch von Katzen übertragen werden, die zwar infiziert sind, aber einen völlig gesunden Eindruck machen. Es sind aber noch nicht alle Einzelheiten über die Krankheitsübertragung bekannt. Man weiß in zwischen, dass nicht alle Katzen, die sich ansteckt haben, erkranken. Der Krankheitsausbruch ist abhängig von der Anzahl der aufgenommenen Erreger, von der krankmachenden Wirkung der Erreger und vor allem von der Funktionstüchtigkeit des spezifischen Immunabwehrsystems der Katze. 5.5.2. Krankheitsanzeichen Die frühesten Anzeichen sind Fieber und Appetitlosigkeit. In den meisten Fällen entwickelt sich dann die „feuchte Form“ der Krankheit, die mit Ergüssen in die Bauchhöhle einhergeht (Bauchwassersucht). Seltener kommen auch Ergüsse in der Brusthöhle vor. Bei der gelegentlich beobachteten „trockene Form“ fehlen diese Ergüsse und kleine Knötchen (Granulome), die bei der feuchten Form ebenfalls vorkommen, bilden sich an den befallenen Organen. 5.5.3. Vorbeugung und Behandlung Wenn die Erkrankung einmal ausgebrochen ist, besteht keine Aussicht auf Heilung. Für die Vorbeugung gegen die FIP ist eine stressarme Umgebung von großer Bedeutung. Es sollten z.B. nicht zu viele Katzen in einem Haushalt gehalten werden. Für kürzere Aufenthalte in Katzenpensionen sollten Sie an Einzelhaltung denken ( wegen neue Konkurrenzkämpfe, Stress). Auf Ausstellungen muss auf gründliche Hygiene beim Umgang mit den Katzen geachtet werden (z.B. Hände desinfizieren nach dem Kontakt mit einem Tier). Seit 1993 steht in Deutschland ein Impfstoff zur Verfügung, welcher aber noch immer nicht vollständig ausgereift ist.
5.6.1. Ursache und Übertragung Eine der gefährlichsten Krankheiten für Tier und Mensch ist die Tollwut. Dank Veterinärpolizeilicher Maßnahmen ist es gelungen, die bis heute unheilbare Krankheit einzudämmen. Sie kommt aber immer noch gebietsweise vor. Besonders Hunde und Katzen werde durch den Kontakt mit Wildtieren, hauptsächlich Füchsen, angesteckt. Mit dem Speichel oder beim Biss wird das Tollwutvirus übertragen. 5.6.2. Krankheitsanzeichen Infizierte Tiere verhalten sich über eine längere Zeit fast normal, sind ruhig und unauffällig. Dieser äußere Eindruck täuscht. Tollwutinfizierte Tiere sind äußerst gefährlich und der Umgang mit ihnen ist auf jedem Fall zu vermeiden. Es ist allgemein bekannt, dass man „zahmen“ Füchsen in der Natur ausweichen soll. Durch die Tollwut geht die natürliche Scheu vor dem Menschen verloren. Erst Wochen und Monate nach der Ansteckung kann es zu klinischen Symptomen kommen, die mit Juckreiz, Speichelfluss, Unruhe und Bisswut auf Tollwut hinweisen können. 5.6.3. Vorbeugung und Behandlung Die einzige Maßnahme, die freilaufenden Katzen vor einer Tollwuterkrankung sicher schützt, ist die vorbeugende Impfung. Wichtig ist, dass der Impfschutz regelmäßig erneuert wird. Gehen Sie deshalb rechtzeitig und jährlich mit der Katze zum Impfen.
6. Sexualität der Katze und des Katers
Der Kater wird etwa im Alter von 6 bis 8 Monaten geschlechtsreif. Viele Kater beginnen zu diesem Zeitpunkt auch mit dem Harnspritzen. Bei der Kastration werden beide Hoden chirurgisch, unter Narkose, entfernt. Es gibt einige gute Gründe, Kater zu kastrieren: Das Harnspritzen zur Duftmarkierung wird in den meisten Fällen vermieden, auch bei älteren Katern. Der besondere Geruch des Katerurin’s verschwindet bereits nach 24 Stunden. Freilaufende kastrierte Kater sind in der besonders geschlechtaktiven Zeit, der ersten Jahreshälfte, nicht so unfallgefährdet, weil sie weniger herumstromern. Das Problem der unkontrollierten Vermehrung herumstreuender Katzen wird nicht vergrößert. Dazu kommt, das kastrierte Kater seltener mit Artgenossen kämpfen, werden dem entsprechend weniger oft verletzt und werden deshalb nicht so häufig mit Viren (z.B. FIV) angesteckt. Das Verhalten des Katers verändert sich nach der Kastration. Das ist ohne Zweifel der Fall, betrifft aber in erster Linie das geschlechtsorientierte Verhalten. Anhaltende Störungen der Psyche, infolge der Kastration, dürften die Ausnahme sein. Manche Kater suchen nach der Kastration eher die Nähe des Menschen. Die Kastration erfolgt, wie oben schon erwähnt, in Vollnarkose, die im allgemein gut vertragen wird. Komplikationen sind extrem selten.
Die Kätzin wird etwa im Alter von 6 bis 10 Monate oder auch später geschlechtsreif. In der ersten Jahreshälfte ist die Geschlechtsaktivität (außer bei Rassekatzen bzw. Wohnungskatzen, hier tritt die Rolligkeit doch in regelmäßigen, kürzeren Abständen auf) besonders groß. Zu den typischen Verhaltensweisen gehört, dass sie in dieser Zeit über den Rücken rollt. Deshalb nennt man diese Periode der Zeugungsbereitschaft bei der Kätzin, Rolligkeit. Bei der Kastration werden beide Eierstöcke (Ovarien) chirurgisch, in Vollnarkose, entfernt.
Folgende Gründe sprechen für die Kastration:
6.3.Sterilisation anstelle einer Kastration?
Bei der Sterilisation werden im Gegensatz zur Kastration nicht die beiden Eierstöcke entfernt, sondern nur die Eileiter durchtrennt. Die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone bleibt erhalten. Die Kätzin wird weiterhin rollig. Gerade deshalb ist von der Sterilisation abzuraten! Die ständige, nicht zur Trächtigkeit führende Rolligkeit belastet die Kätzin viel stärker als der durch die Kastration herbeigeführte Mangel an Geschlechtshormonen. Es würde, wie bei einer Nichtkastration und nicht Belegung, zur Dauerrolligkeit kommen, was oftmals auch zu Gebärmutterentzündungen führen kann. Des Weiteren können Scheinträchtigkeiten auftreten und Milchdrüsentumore entstehen.
7. Felines Urologisches Syndrom
Es können die oberen Harnwege, also Nierenbecken und Harnleiter und die unteren Harnwege, also Harnblase und Harnröhre erkranken. Symptome sind tröpfelnder, schmerzhafter oder häufiger Harnabsatz, Blut im Harn oder fehlende Harnentleerung. Die Gruppe dieser Krankheitszeichen wird als Felines Urologisches Syndrom (FUS) zusammengefasst. Eine der Ursachen, die zum FUS führen, ist die Bildung und Ansammlung von Harngrieß oder Harnsteinen. Davon können Kätzinnen und Kater gleichermaßen betroffen sein. Bei der männlichen Katze passiert es jedoch häufiger, dass sich Harnsteine in der engen und längeren Harnröhre festsetzen und dadurch gefährliche Harnröhrenverstopfungen verursachen. Die Harnsteine der Katze bestehen meistens aus Magnesium – Ammonium - Phosphat (= Struvit). Man hat beobachtet, dass Katzen, die sich in erster Linie von gefangenen Mäusen ernähren, einen sauren Harn ausscheiden und kaum an Struvit – Steinen leiden. Bei saurem Harn können sich diese Steine nicht bilden. Es gibt heute Diäten für Katzen, die so zusammengesetzt sind, dass sie zu saurem Harn führen. Dadurch wird die Bildung von Struvit – Steinen vermieden, bereits vorhandener Harngrieß kann in vielen Fällen sogar aufgelöst werden. Die Futtermittelhersteller sind bemüht, diese Erkenntnisse auch bei der Produktion der normalen Katzenfutter zu berücksichtigen. Dadurch könnte die Entstehung von Harnsteinen bei der Katze in den meisten Fällen verhindert werden. Der Magnesiumhaushalt alleine sagt entgegen früheren Annahmen nicht viel über die harnsteinverhütenden Eigenschaften eines Futters aus. Die genannten Krankheitsanzeichen können durch Harnsteine verursacht werden oder z.B. Folge einer „einfachen“ Blasenentzündung sein. Nur die bald durchgeführte tierärztliche Untersuchung führt zu einer klaren Diagnose. Im Fall eines Harnröhrenverschlusses müssen sofort lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden.
Einmal ausprobiert, wird die Katze allein schon durch den Geruch immer wieder animiert, ihre Notdurft an der neuen stelle zu verrichten. Daher ist es besonders wichtig, die unglücklich abgesetzte Ausscheidung sofort zu entfernen und den Ort gründlich zu reinigen.
Katzen haben drei verschiedene Methoden entwickelt, um sich ihren Artgenossen über Duftstoffe mitzuteilen: 1. Spritzen von Harn, 2. durch seitliches Reiben mit dem Kopf an Objekten (dabei werden Sekrete, die aus den Drüsen des Lippenwinkels stammen, verrieben) und 3. durch kratzen an Objekten (dabei werden Sekrete aus den Duftdrüsen an den Pfoten abgegeben). Das Harnspritzen erfolgt meist nach vorherigem Beschnüffeln des Zielortes und ist überwiegend gegen senkrechte Flächen gerichtet. Dabei wird Urin, in meist relativ kleinen Mengen, abgegeben. Kater beginnen mit dem Spritzen nach Eintritt der Geschlechtsreife. Auch Kätzinnen können spritzen, besonders in der Zeit der Rolligkeit. Kater stehen beim Spritzen (Markieren) mit dem aufrechten Hinterteil und erhobenen Schwanz der Zielfläche gegenüber. Die Mehrzahl der Kater und Kätzinnen spritzen nach der Kastration nicht mehr. Jedoch behalten 10% der kastrierten Kater und 5% der kastrierten Kätzinnen das Spritzen (Markieren) bei. Sie spritzen dann auch in hockender Position. Die Ursache für das Spritzen kastrierter Katzen ist in deren Psyche zu suchen. Sensible Tiere können empfindlich auf Veränderungen der Lebensbedingungen reagieren. Umzug, Umbau der Wohnung, die Anschaffung eines weiteren Tieres, ein gestörtes Verhältnis zu den betreuenden Menschen, Bestrafung und Mangel an Zuwendung können als Beispiele genannt werden. Wenn einmal zu hause das Problem der Unsauberkeit auftreten sollte, ist zunächst eine tierärztliche Untersuchung zur Abgrenzung von organischen Leiden (z.B. Harnwegserkrankungen, Diabetes u.v.a.) erforderlich. Auch bei der Bewältigung der psychischen Probleme können die Tierärztin oder der Tierarzt wichtige verhaltenstherapeutische Hilfen geben.
8.3. Das Zerkratzen von Möbeln Wie bereits erwähnt spielen Duftmarkierungen eine große Rolle für das soziale Leben einer Katze. In Freiheit lebende Katzen suchen sich in ihrem Revier einen Baum aus, an dem sie kratzen. An diesem Baum sind nicht nur die Kratzspuren deutlich zu erkennen, an ihm haftet auch das von den Pfotendrüsen stammenden Sekret mit dem jeder Katze eigenen Geruch. Zusätzlich dient das Kratzen auch der Pflege der Krallen. Wenn die Hauskatze keinen Freilauf erhält, benötigt sie unbedingt eine Kratzmöglichkeit in der Wohnung. Die Kratzgelegenheit kann z.B. ein stabiler, im Raum stehender Pfosten oder ein an der Wand befestigtes Brett sein. Diese Möglichkeiten sollten bereits der jungen Katze angeboten werde, bevor sie sich dafür ein gutes Möbelstück dafür selbst aussucht. Sollte die Katze trotzdem das gute Stück bevorzugen, muss diese Stelle, für sie, sofort unzugänglich gemacht werden oder mit einem glatten Überzug verkleidet werden. Das Möbelstück kann versuchsweise auch zur Seite gerückt werden und ein Kratzbaum an gleicher Stelle errichtet werden.
Zur Kennzeichnung der Katze gibt es zwei verschiedene Verfahren: 1. das Tätowieren und 2. die elektronische Kennzeichnung Beim Tätowieren wird Farbe in die Haut eingebracht, z.B. auf der Innenseite der Ohrmuschel, die für immer dort verbleibt. Durch Zahlen oder Buchstaben kann jedes Tier individuell gekennzeichnet werden. Wenn die Katze noch nicht gekennzeichnet ist, kann sie z.B. leicht während der Narkose für eine Kastration oder eine Zahnbehandlung tätowiert werden. Der Vorteil dieser preisgünstigen Methode ist, dass die Kennzeichnung von jeder Person, ohne Hilfsmittel, erkannt werden kann. Bei manchen Katzen, mit dunkel pigmentierten Ohrinnenflächen kann die Tätowierung aber sehr schlecht leserlich sein. Bei der elektronischen Kennzeichnung wird ein Mikrochip (Transponder) unter die Haut, links am Hals der Katze verbracht. Der Mikrochip verbleibt lebenslang an dieser Stelle und wird gut vertragen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass eine Betäubung zur Kennzeichnung nicht erforderlich ist. Heutzutage hat fasst ein jeder praktizierende Tierarzt ein entsprechendes Lesegerät, welches zum Feststellen der Mikrochipnummer benötigt wird, in seiner Praxis. Die beim Tätowieren oder im Mikrochip (Transponder) verwendeten Nummerncodes werden aufgeschrieben und sowohl vom Tierarzt als auch vom Tierhalter aufbewahrt. Sie sollten auch unbedingt zentral, z.B. beim Deutschen Tierschutzbund oder beim TASSO Haustierzentralregister für Deutschland e.V. Frankfurter – Str. 20 65795 Hattersheim gespeichert werden. Die Registrierung ist bei diesen Stellen kostenlos. Schon viele Haustiere haben auf dieser Weise ihr Frauchen oder ihr Herrchen wieder gefunden.
Zur Fütterung können feste Fütterungszeiten festgelegt werden. Bei erwachsenen Katzen am besten 2 oder 3 mal am Tag. Katzen können auch an eine Fütterungsart gewöhnt werden, bei der die Nahrung jederzeit bereit steht. Bei dieser Methode ist es manchmal schwierig, die erforderliche Hygiene zu bewahren. Besonders wenn mehrere Katzen zusammen leben, können so Krankheiten übertragen werden. Auf keinen Fall darf diese Fütterungsart aus Bequemlichkeit gewählt werden, weil sonst die Sauberkeit zu kurz kommt. Es gibt leider auch Katzen, denen das natürliche Sättigungsgefühl, nach dem Fressen, abhanden gekommen ist. Die mehr fressen, als sie sollten. Besonders kastrierte Wohnungskatzen neigen dazu, zu dick zu werden, weil ihre Aktivität begrenzt ist. Zusätzlich tragen sehr energiereiche Futtermittel zu einem zu hohen Körpergewicht bei. Fettleibigkeit dürfte die häufigste Folge von Fütterungsfehlern sein. Fettleibigkeit macht die Katze nicht nur träge, sondern begünstigt auch verschiedene organische Krankheiten. Die Fettleibigkeit kann gegengesteuert werden, in dem weniger gefüttert oder ein energiereduziertes Diätfutter gegeben wird. Käufliches Futter ist für die Katzenernährung geeigneter als selbst zubereitetes Futter. Die Katze stellt hohe Anforderungen an die Ernährung. Sie hat als Fleischfresser einen hohen Bedarf an bestimmten Nahrungsbestandteilen, z.B. an einigen Vitaminen und Aminosäuren (Bausteine der Eiweiße), der durch selbst hergestellte Nahrung nur schwer gedeckt werden kann. Katzenfutter ist als Trocken- oder als Nassfutter erhältlich. Feuchtfutter (Nassfutter) ist nicht für die Methode der ständig möglichen Nahrungsaufnahme geeignet. Gerade im Sommer, bei hohen Temperaturen, würde es im Fressnapf zu schnell verderben. Durch die Blechdosen fällt außerdem mehr Abfall im Haushalt an. Trockenfutter kann bei manchen Katzen dazu beitragen, dass sich nicht so schnell Zahnstein bildet. Sowohl bei der Fütterung von Nass- als auch bei der Gabe von Trockenfutter muss jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen. Von der Mutter abgesetzte Kitten benötigen keine Milch mehr. Die Kitten sollten daran gewöhnt werden, klares Wasser zu trinken. Kuhmilch ist ungeeignet. Sie wird wegen des hohen Milchzuckergehaltes (Laktose) sehr schlecht vertragen und führt zu Durchfall. Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Geben Sie Ihrer Katze nie rohes Fleisch! Besonders in rohem Schweinefleisch können Aujeszky-Viren enthalten sein. Bei Katzen verursacht dieses Virus eine zum Tode führende Infektion. Sie können Ihre Katze schützen, in dem Sie kein rohes Fleisch (trifft übrigens auch auf rohen Fisch zu) füttern, sondern das Fleisch gut durchkochen oder braten, bevor Sie es anbieten.
11. Gesundheitsparameter und Impfplan einer Katze
10.1.Gesundheitsparameter einer Katze:
10.2.Impfplan für die Gesundheitsvorsorge:
Wichtig: Impfungen werden nicht sofort wirksam. Es dauert etwa 1 bis 2 Wochen bis der Impfschutz eintritt!
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